Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Zukunft entwickeln.
Beteiligen - Begegnen - Befähigen: Eine Strategie für junge Menschen in Europa

Das Bundesfamilienministerium setzt sich dafür ein, dass junge Menschen Gelegenheit für einen Blick über die eigenen Grenzen hinweg erhalten und fit werden für ein Leben in internationalen und interkulturellen Bezügen, teilt das Ministerium in einer Presseinformation mit. Europa sei aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Vor allem die jüngeren verbinden mit Europa die Freiheit, über Staats- und Kulturgrenzen hinweg zu reisen, zu leben und zu lernen. So lernen sie unterschiedliche Lebensweisen, Kulturen und Mentalitäten kennen lernen und erweitern Kompetenzen.

Unter dem Motto "Beteiligen - Begegnen - Befähigen: Eine Strategie für junge Menschen in Europa" haben die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten Möglichkeiten geschaffen, die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa zu vertiefen.

Beteiligen: In Europa mitreden

Über Anhörungen, Umfragen, Veranstaltungen oder längerfristig angelegte Dialogprozesse bezieht die EU nach Angaben des Bundesfamilienministeriums die Interessen und Meinungen junger Menschen in ihre Arbeit mit ein. Die EU-Jugendstrategie habe dafür ein eigenes Beteiligungsinstrument: den EU-Jugenddialog.

In allen EU-Mitgliedstaaten beschäftigten sich junge Menschen mit einem europaweit festgelegten Schwerpunktthema. Die Diskussionsergebnisse würden regelmäßig auf EU-Jugendkonferenzen zusammengefasst. Der Deutsche Bundesjugendring koordiniere den EU-Jugenddialog in Deutschland.

Begegnen: Austausch und freiwilliges Engagement stärken

Das EU-Programm Erasmus+ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport richtet sich, wie es weiter heißt, an junge Leute im Alter zwischen 13 und 30 Jahren. Es fördere im Bereich "Jugend in Aktion" Projekte, die jenseits von Schule, Ausbildung oder Studium stattfinden, sowie das aktive freiwillige Engagement junger Menschen für Europa.

Mit dem Programm könnten junge Menschen Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Zukunft entwickeln. Sie würden eingeladen, sich aktiv an der zukünftigen Gestaltung der Europäischen Union zu beteiligen.

Ein weiteres EU-Programm trägt den Namen "Europäisches Solidaritätskorps". Dieses bietet nach der Information des Bundesfamilienministeriums jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren seit Oktober 2018 die Möglichkeit, europäische Mobilität mit freiwilligem Engagement zu verbinden. Das Programm will Solidarität über Grenzen hinweg vermitteln und junge Menschen anregen, als europäische Bürgerinnen und Bürger aktiv zu werden.
Näheres: https://europa.eu/youth/solidarity/faq_de

Zur weiteren Stärkung von Jugendarbeit in Europa haben die EU-Jugendministerinnen und EU-Jugendminister beschlossen, eine Europäische Agenda für Qualität, Innovation und Anerkennung von Jugendarbeit zu entwickeln. Diese soll während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 verabschiedet werden.