Lernmotivation richtig erkennen und fördern
Frankfurter Forum 2019

Das Frankfurter Forum 2019 behandelte Fragen nach der Diagnostik und Förderung von Motivation, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern. Die Veranstaltung auf dem Campus Westend in Frankfurt am Main vermittelte aktuelles wissenschaftliches Wissen und vertiefte verschiedene Aspekte des Themas für die tägliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, informiert das DIPF-Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in einer Pressemitteilung.

„Für erfolgreiches Lernen spielt neben den kognitiven Voraussetzungen die Motivation eine maßgebliche Rolle“, erläuterte Professor Dr. Marcus Hasselhorn, Geschäftsführender Direktor des DIPF und einer der Ausrichter der Veranstaltung. Der Wunsch, Fertigkeiten zu erlernen, zu verbessern und zu zeigen, gehe nach aktuellem wissenschaftlichem Stand mit einer größeren Freude und Ausdauer beim Lernen einher. Das helfe, sich die vermittelten Inhalte zu merken und sie zu verstehen. Zu Recht fragten sich Lehrkräfte daher immer wieder, wie es um die Motivation in ihrer Klasse bestellt sei und wie sie einzelne Schülerinnen und Schüler besser motivieren könnten.

Die von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditierte Fortbildungsveranstaltung setzte sich aus zwei Angeboten zusammen. In Fachvorträgen von Professorin Dr. Birgit Spinath (Universität Heidelberg), Professorin Dr. Regina Vollmeyer (Goethe-Universität Frankfurt) und Professorin Dr. Tina Hascher (Universität Bern) erfuhren die rund 200 Teilnehmenden mehr über den derzeitigen Kenntnisstand zur Diagnostik von Zielorientierungen in Lern- und Leistungssituationen sowie über die Grundlagen der Diagnostik und Förderung von Motivation im Schulalltag. Drei Workshops, die in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen durchgeführt wurden, gingen auf spezifische Fragen ein: auf die Motivationsdiagnostik in der schulpsychologischen Beratung, die Förderung der Motivation bei häufigem unberechtigtem Fernbleiben vom Unterricht (Schulabsentismus) sowie auf Motivationsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten.

Das einmal im Jahr ausgerichtete Frankfurter Forum wird von einem Herausgebergremium wissenschaftlicher Test- und Förderverfahren sowie dem DIPF und der Goethe-Lehrerakademie (GLA) der Universität Frankfurt organisiert. Ziel des Forums ist es, wie weiter mitgeteilt wurde, Praktikerinnen und Praktikern aus Schulen und Kitas mit aktuellen Möglichkeiten vertraut zu machen, die die empirische Forschung aufzeigt. Dazu zählten aktuelle Erkenntnisse der Grundlagenforschung und konkrete Diagnosemöglichkeiten – zum Beispiel mithilfe standardisierter pädagogisch-psychologischer Tests und Förderverfahren.