Mehr soziale Aktivitäten machen glücklicher
Repräsentative Befragung von über 1000 Personen

 

Wer mehr Zeit mit seinen Mitmenschen verbringt, kann das eigene Wohlbefinden stärken. Diese These stützt eine repräsentative Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPG), der Universität Leipzig und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Psychological Science“ veröffentlicht, informiert das MPG in einer Pressemitteilung.

"Mehr Geld, ein besserer Job oder ein gesünderer Lebensstil – Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie ihr persönliches Wohlbefinden steigern könnten. Aber nicht alle diese Strategien im Streben nach Glück und Zufriedenheit sind gleichermaßen erfolgreich", heißt es weiter. Die Studie von Wissenschaftlern der drei Forschungsinstitute lege nahe, dass es insbesondere soziale Aktivitäten seien, die uns langfristig zufriedener machen können. Dafür nutzten die Wissenschaftler Klartext-Aussagen von 1.178 Menschen zur Frage, was sie tun könnten, um mit ihrem Leben zufriedener zu werden. Diese Antworten verglichen sie mit den Angaben derselben Befragten im Folgejahr.

Diejenigen Befragten, die ihre Lebenszufriedenheit mit sozialen Ideen – wie mehr Zeit mit Freunden verbringen oder stärkeres gesellschaftliches Engagement – verbinden, waren im Folgejahr zufriedener mit ihrem Leben. Dies zeigte sich auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Personen mit sozialen Ideen schon vorab etwas zufriedener waren. Und tatsächlich nahmen sich die Befragten mit sozialen Ideen im darauffolgenden Jahr mehr Zeit für Geselligkeiten mit Freunden, Verwandten und Nachbarn.

Nach Angaben des MPG stützten die Ergebnisse die Befunde einer Reihe von weiteren Studien, die nahelegen, dass soziale Interaktionen von zentraler Bedeutung für Wohlbefinden und Gesundheit seien.