Engagement für Wissenschaft, Klimaschutz, kulturelle Bildung und Demokratie
Im Jahr 2018 förderte die Stiftung Mercator Projekte im Umfang von 65 Millionen Euro

 

Die Essener Stiftung Mercator setzt ihr Engagement fort: für Wissenschaft, Klimaschutz, kulturelle Bildung, Integration sowie zur Stärkung von Demokratie und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Europa und weltweit. Insgesamt konnte die Stiftung Mercator, wie sie in einer Pressemitteilung Ende August 2019 informierte, im Jahr 2018 rund 65 Mio. Euro zusagen und zahlreiche neue Partner gewinnen. Für 126 Projekte wurde eine neue Fördervereinbarung geschlossen. Realisiert würden die Förderprojekte vielfach über mehrere Jahre durch Partnergesellschaften der Stiftung, in Kooperation mit Vereinen, anderen Stiftungen, Ministerien, Hochschulen oder durch andere Träger. Ausgezahlt habe die Stiftung im Vorjahr rund 56,5 Mio. Euro. Über das Jahr förderte die Stiftung insgesamt 310 Projekte.

Einen Schwerpunkt des Stiftungsengagements stellen Förderprojekte dar, die den Bildungserfolg benachteiligter Kinder und Jugendlicher, insbesondere mit Migrationshintergrund, erhöhen, heißt es weiter. Ein wichtiges Projekt neben anderen unterstützt Schulen und Verwaltung in vier Bundesländern dabei, sich zum Umgang mit Vielfalt in Schulen zu qualifizieren und konkrete Unterrichtskonzepte zu entwickeln. In den kommenden fünf Jahren stellt die Stiftung Mercator dafür 6,8 Mio. Euro zur Verfügung. Ein weiteres bedeutendes Förderprojekt zielt auf die Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Polizei. In den kommenden fünf Jahren habe die Stiftung rund 1,8 Mio. Euro bereitgestellt, um in Kooperation mit der Deutschen Hochschule der Polizei die polizeiliche Personal- und Ausbildungspolitik zu untersuchen sowie die interkulturelle Kompetenz von Polizisten weiter zu stärken.

Für gestaltende und darstellende Kunst in schulischen Angeboten

Darüber hinaus setze sich die Stiftung dafür ein, dass gestaltende und darstellende Kunst einen breiteren Eingang in den Unterricht und außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche findet. Für Bildung und Integration konnte die Stiftung 2018 insgesamt Förderzusagen im Umfang von 23,7 Mio. Euro machen.

Für einen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Klimawandel setzt sich die Stiftung Mercator insbesondere über Tochtergesellschaften ein und stellt Mittel für eine faktenbasierte Information zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden durch die Tochtergesellschaft Agora Verkehrswende. Für die kommenden fünf Jahre stehen nach Angaben der Stiftung rund 6,7 Mio. Euro zur Verfügung, um Grundlagen und Strategien einer kohlendioxidfreien Mobilität zu entwickeln. Für wissenschaftliche Projekte bewilligte die Stiftung insgesamt rund 20,8 Mio. Euro.

Büros in China und in der Türkei

In immer mehr europäischen Staaten sei die Rechtsstaatlichkeit bedroht, werden demokratische Institutionen ausgehöhlt und in Frage gestellt, heißt es weiter. Daher habe sich die Stiftung Mercator die Stärkung von Zivilgesellschaft und Demokratie zum Ziel gesetzt. So werde sie den Aufbau eines europäischen Netzwerks mit 3,8 Mio. Euro fördern, in dem sich Rechtswissenschaftler und -Praktiker über Fragen der europäischen Verfassungen und der Zusammenarbeit in der EU befassen. Die Stiftung kooperierte 2018 mit 95 internationalen Partnern und setzte Projekte in 57 Ländern um. Schwerpunkte des internationalen Engagements sind die Türkei und China, wo die Stiftung auch vor Ort vertreten ist.

Die Stiftung fühlt sich dem Ruhrgebiet besonders verbunden

Die Stiftung Mercator ist im Ruhrgebiet ansässig und fühlt sich dieser Region in besonderer Weise verbunden. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung; wie sie mitteilte, zum Beispiel für die kommenden sechs Jahre erneut 800.000 Euro für junge Erwachsene aus sozial schwachen Familien zur Verfügung gestellt, um ihnen ein Praktikum im europäischen Ausland zu ermöglichen. Insgesamt konzentriert die Stiftung 6,6 Mio. Euro auf Projekte, die primär den Menschen im Ruhrgebiet zugutekommen.