Digitale Struktur, gute Schulkonzepte, geschulte Lehrkräfte und Werteorientierung gehören zusammen
Hessischer Kultusminister Lorz: Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung auch für den beruflichen Erfolg

"Eine gute Bildung ist derzentrale Erfolgsfaktor für den Produktions-, Innovations- und Wissensstandort Deutschland", betonte der hessische Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz am 3. September 2019 in einer Regierungserklärung im Hessischen Landtag. Nicht von ungefähr habe sich die Landesregierung daher zum Ziel gesetzt, auch zukünftig jedes Kind durch individuelle Förderung und differenzierte Angebote zum bestmöglichen Bildungserfolg zu führen. Die unterschiedlichen Begabungen, Neigungen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen gelte es optimal zu fördern.

Nur durch eine hohe Qualität von Schule und Unterricht können unsere Kinder und Jugendlichen ihre vielfältigen Potentiale in ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung bestmöglich entfalten, betonte Lorz. Bildung müsse auf den Wandel der Gesellschaft reagieren und sich den damit einhergehenden neuen Herausforderungen stellen, insbesondere, was die zunehmend digitalisierte Welt betrifft. Es komme dabei nicht allein auf eine gute digitale Infrastruktur an. Die Unterrichtsqualität werde vor allem durch die Arbeit und Haltung der Lehrkräfte geprägt. Von zenraler Bedeutung seien pädagogische Konzepte der Schulen zur Digitalisierung.

Kritischer Umgang mit digitalen Medien ist wichtig

Mit der Digitalisierung wird nach Einschätzung des Ministers auch die Wertevermittlung in den Schulen immer wichtiger und komplexer. "Unsere Schülerinnen und Schüler wachsen ganz selbstverständlich neben der analogen auch in der digitalen Welt auf. Sie begegnen dort Gefahren wie z.B. Fake News, Cybermobbing oder HateSpeech." Einem kritischen Umgang mit digitalen Medien messe die Landesregierung eine hohe Bedeutung bei.

Weiterhin führte Lorz in seiner Regierungserklärung aus: "Auch im Hinblick auf eine funktionierende Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind klare Werte und Prinzipien wichtig. Dies gilt gerade angesichts der zunehmenden Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen." Er betonte: "Der Schule kommt – neben dem Elternhaus – eine Schlüsselrolle zu. Unsere Gesellschaft setzt mündige Bürger voraus, die – auf der Grundlage von Respekt und Toleranz – in Selbstbestimmung und Verantwortlichkeit für sich und im Sinne der Gemeinschaft ihr Leben gestalten, die Werte wie Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit verteidigen, die rational urteilen, die um ihre Beteiligungsrechte, aber auch -pflichten wissen und die sich somit aktiv sowohl am politischen als auch am gesamtgesellschaftlichen Leben und seinen Entwicklungen beteiligen können."

Zentrales Thema: Die Stärkung und Förderung der Bildungssprache Deutsch

Als weiteres zentrales Thema benannte der Minister die Stärkung und Förderung der Bildungssprache Deutsch. Schließlich seien gute, ja gehobene Sprachkenntnisse in Deutsch für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn unabdingbar und müssten für die innergesellschaftliche Kommunikation – ob auf analoger oder digitaler Ebene – dringend gefördert werden. Dabei gehe es ihm nicht nur um die Pflege eines unserer wichtigsten Kulturgüter, sondern auch darum, über das Beherrschen der Sprache die Fähigkeiten zu klarer Analyse und zu argumentativem Denken zu bewahren und zu fördern. "Das Beherrschen unserer Sprache ist die Grundlage von Bildung in fast allen Schulfächern und darüber hinaus von zentraler Bedeutung für das Leben in unserem Land sowie eine Grundvoraussetzung für gelingende Integration, beruflichen Erfolg und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft", so Lorz.