Neue Broschüre: Erfolgsgeschichten aus dem Programm Erasmus+
Inspiration für die letzte Erasmus+ Antragsrunde im Frühjahr 2020

 

Im Juni 2019 wurde ein Meilenstein erreicht: Insgesamt nahmen europaweit mehr als zehn Millionen Menschen an Erasmus+ bzw. dessen Vorgängerprogrammen teil. Das Programm fördert den europäischen Austausch, vermittelt interkulturelle und fachliche Kompetenzen und stärkt europäische Werte. Jetzt stellt eine neue Broschüre 16 gelungene europäische Projekte aus dem Schulbereich vor. Davon können sich Lehrende und Schulleiter*innen für die letzte Erasmus+ Antragsrunde im Frühjahr 2020 inspirieren lassen. Beratung bietet der Pädagogische Austauschdienst (PAD).

„Trotz einiger Herausforderungen, die wir gemeinsam gemeistert haben, überwiegen die positiven Erfahrungen. Unser Fazit: Europa bietet viele Möglichkeiten, unbürokratisch und unkompliziert Auslandserfahrungen zu sammeln. Man muss sich nur trauen!“, fasst Susanne Artner rückblickend ihre Erfahrungen mit dem EU-Programm Erasmus+ zusammen. Die Realschullehrerin, die an der Staatlichen Realschule Bobingen eine Erasmus+ Schulpartnerschaft mit Partnerschulen aus fünf Ländern koordiniert hat, ist eine der 16 Personen, die in der neue Broschüre „Sucess Stories: Erasmus+ Projekte im Schulbereich“ des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz zu Wort kommen.

Die ausgezeichneten Projekte stammen aus acht verschiedenen Bundesländern und zeigen die Vielfalt an Themen  auf, die sich mit Erasmus+ behandeln lassen: Neben Projekten mit Fokus auf Inklusion und Umgang mit Diversität, bilinguales Unterrichten oder die Vorbereitung von Jugendlichen auf den europäischen Arbeitsmarkt wurde auch das Thema „Fusionsenergie“ bearbeitet und innovative Lehrmethoden für den Chemieunterricht entwickelt. Denn von wegen, Chemieunterricht macht keinen Spaß. Den Beweis dazu liefert das Projekt „Make the chemistry sexy“, das die Hellweg Schule Bochum (Nordrhein-Westfalen) im Rahmen des Programms mit Partnerschulen in Griechenland, Polen, Spanien und der Türkei organisiert hat. Schülerexperimente nahe am Alltagsleben, ein Wettstreit mit selbstgebauten Raketen, eigenerstellte Filmclips zur sicheren Anleitung sowie gegenseitige Hospitationen der Lehrkräfte für innovative Ideen ermöglichen es, ausgetretene Unterrichtspfade zu verlassen. „Chemie wird dadurch zwar nicht einfacher, aber die Materialien wirken nun nicht mehr so trocken“, erklärt Lars Moser, einer der 16 Projektkoordinator*innenen. Unter den „Sucess Stories“ finden sich nicht nur Projekte weiterführender Schulen: Neben den Konsortialprojekten des Staatlichen Schulamtes Miltenberg (Bayern) und des Goethe-Instituts London sind auch Grundschulen, Förderschulen und eine Kindertagesstätte vertreten.

Die Broschüre lässt sich kostenlos beim PAD bestellen oder direkt online lesen und herunterladen.

Die letzte Erasmus+ Antragrunde startet im Frühjahr 2020. Es empfiehlt sich, frühzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen. Interessierte können sich direkt an die für das jeweilige Bundesland zuständige Kontaktperson wenden oder sich über die Erasmus+ Hotline des PAD unter 0800 3727 687 beraten lassen.

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Seine Mittelausstattung beträgt 14,8 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2014 bis 2020. Das Nachfolgeprogramm zu Erasmus+ soll ab 2021 für sieben Jahre in Kraft treten.

In Deutschland setzen vier Nationale Agenturen (NAs) Erasmus+ um. Im Bereich der Hochschulbildung ist das die NA im Deutschen Akademischen Austauschdienst, in der Berufs- und Erwachsenenbildung führt die NA beim Bundesinstitut für Berufsbildung das Programm aus. Die NA im Pädagogischen Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz koordiniert EU-Programme im Schulbereich und die Nationale Agentur Erasmus+ JUGEND IN AKTION unterstützt europäische Jugendpolitik und -arbeit.