Neue Pflegeausbildung erfolgreich gestartet
Bayern: Großer Andrang bei neuer generalistischer Ausbildung in Pflegeberufen

Die neue generalistische Pflegeausbildung haben 2020 mehr als 7.800 Auszubildende in Bayern begonnen. Dies bedeutet eine Steigerung der Ausbildungszahl zum Vorjahr um rund 10 Prozent. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo Anfang Oktober 2020 gegenüber der Presse hingewiesen.

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres tritt an die Stelle der bisherigen unterschiedlichen Ausbildungen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege nun erstmals eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann. Mit dieser Neuerung, heißt es weiter, wurde ein altersgruppenübergreifendes flexibles Berufsbild geschaffen, durch das die Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung in den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen arbeiten können.

Das Modell kommt nach Angaben der bayerischen Staatsregierung an: Den aktuellen Zahlen der Pflegeausbildungsfonds Bayern GmbH zufolge haben im ersten Jahr der neuen Pflegeausbildung mehr als 7800 Auszubildende mit dem Berufsziel Pflegefachfrau und Pflegefachmann eine Ausbildung begonnen. Dies bedeutet eine Steigerung der Ausbildungszahl zum Vorjahr um rund 10 Prozent.

Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Um mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, brauchen wir auch eine attraktive Ausbildung. Deshalb ist die generalistische Ausbildung ein wichtiger Fortschritt! Die Ausbildungsinhalte sind moderner und es gibt mehr Praxisanleitung.  Das Profil des Pflegeberufs als Gesundheitsfachberuf wird gestärkt - und es wird sogenannte vorbehaltene Tätigkeiten geben, die nur von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern erbracht werden dürfen. Ferner wird die zusätzliche Möglichkeit einer generalistischen Pflegeausbildung an Hochschulen eröffnet."

Kultusminister Michael Piazolo: „Die Steigerung der Ausbildungszahlen ist ein hocherfreuliches Signal. Gerade während der Coronapandemie hat sich deutlich gezeigt, wie systemrelevant die Pflegeberufe sind. Mein Dank gilt den Leitungen und Kollegien der rund 190 bayerischen Berufsfachschulen für Pflege, die unter wirklich besonderen Umständen mit viel Arbeit und Engagement bei diesem weitreichenden Neuordnungsprozess einen wichtigen Beitrag leisten.“