Not macht erfinderisch: Coronavirus-Krise inspiriert zu künstlerischer Tätigkeit
Zwischenergebnisse aus einer Umfrage des Bundesverbandes Bildener Künstler*innen

Rund jeder zweite Künstler sieht sich durch die Corona-Krise inspiriert zu neuen künstlerischen Ideen, 37 % nehmen neue Kooperationen zwischen Bildender Kunst und Gesellschaft wahr und 48 % sehen die Gesellschaft enger zusammenrücken. Das sind Zwischenergebnisse einer Umfrage des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK). 

In wirtschaftlicher Hinsicht befürchten 94 % der Befragten Einkommensausfälle aus ihrer künstlerischen Tätigkeit, 63 % verzeichnen Einbußen bei der künstlerischen Lehrtätigkeit, 68 % fehlt es vor allem mittel- und langfristig an (Folge-)Aufträgen.

Am 27. März 2020 startete die BBK-Umfrage zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen. Der bereits hohe Rücklauf macht eine Zwischenauswertung der Antworten zu den Corona-Folgen möglich. Hilfreich seien vor allem Ausfallhonorare und nicht rückzahlbare Zuschüsse aus Nothilfefonds, aber auch ein befristetes bedingungsloses Grundeinkommen, heißt es in einer BBK-Pressemitteilung weiter.
Die Umfrage, die der BBK seit 1994 zum siebten Mal durchführt, erhebt Daten zum Einkommen, zur Altersversorgung und anderen Rahmenbedingungen Bildender Künstler*innen, die aus keinen anderen Quellen verfügbar sind. Die komplette Auswertung wird am 13. November 2020 in der Akademie der Künste in Berlin vorgestellt werden.