Pauschale Aussagen über "Zurückgebliebene" sind überholt
Neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) über Kaufkraft der deutschen Regionen

Die ostdeutschen Bundesländer kämpfen seit Jahren gegen das Vorurteil, wirtschaftlich hinterherzuhinken. Tatsächlich aber liegen hier einige Regionen, die in den vergangenen Jahren stark aufgeholt haben, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Folgen der Corona-Krise könnten diesen Trend sogar verstärken, informiert das IW in einer Pressemitteilung

Ostdeutschland ist bei diesen Aufsteigerregionen überrepräsentiert. „Das ist für uns ein sehr wichtiges und erfreuliches Zeichen“, sagt IW-Studienautor Michael Voigtländer. „Pauschale Aussagen über zurückgebliebene neue Bundesländer sind damit eindeutig widerlegt.“ 
Von den insgesamt 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland liegt den IW-Angaben zufolge der Landkreis München auf dem ersten Platz des IW-Regionalrankings, das sowohl die Wirtschaftsstruktur und den Arbeitsmarkt als auch die Lebensqualität untersucht hat. Der Landkreis liegt damit sogar noch vor der bayerischen Hauptstadt München. Die kreisfreie Stadt Coburg, ebenfalls in Bayern, rangiert knapp dahinter auf Platz drei. Das Ruhrgebiet schneidet insgesamt am schlechtesten ab: Vier der letzten zehn Plätze belegen kreisfreie Städte aus dem Ruhrgebiet: Oberhausen, Herne, Duisburg und das Schlusslicht Gelsenkirchen.

Für die Studie wurden Arbeitslosenquote, Kaufkraft, Durchschnittsalter, Breitbandausbau, Bevölkerungsdichte sowie private und kommunale Verschuldung untersucht.