RuhrTalente: größtes Schülerstipendienprogramm NRWs
Land beteiligt sich zukünftig an Finanzierung, RAG-Stiftung bleibt Ankerstiftung für das Ruhrgebiet

 

"RuhrTalente" hat mittlerweile fast 600 Stipendien für Jugendliche aller Schulformen aus dem Ruhrgebiet vergeben und ist mit aktuell fast 300 Stipendiat*innen das größte Schülerstipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Förderung richtet sich gezielt an Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger und umfasst Seminare, Sprachreisen, Workshops, persönliche Beratung und finanzielle Unterstützung bis zum Beginn einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Das Land NRW wird ab 2020 dauerhaft in die Finanzierung des "RuhrTalente"-Schülerstipendienprogramms einsteigen. Die RAG-Stiftung (der ehemalen Ruhrkohle AG) plant zudem ein umfassendes "RuhrTalente"-Alumni-Programm.

Rund 1.250 Gäste kamen Mitte November 2019 in die Essener Lichtburg zur feierlichen Aufnahme der Jugendlichen in das Schülerstipendienprogramm. Bei der Veranstaltung standen die Talente im Mittelpunkt: ihre Erfahrungen mit dem Stipendium, ihre persönliche Entwicklung und ihr zum Teil außerordentliches ehrenamtliches Engagement. In spannenden Filmbeiträgen wurden auf der großen Kinoleinwand "RuhrTalente" vorgestellt, die sich politisch oder ehrenamtlich, beispielsweise beim Technischen Hilfswerk, in einem Jugendzentrum, als Schiedsrichter, bei der freiwilligen Feuerwehr oder den Tafeln engagieren.

Besonders engagierte RuhrTalente hatten dieses Jahr darüber hinaus erstmalig die Möglichkeit, ganz besondere Auslandserfahrungen in Oxford, Los Angeles und Peking zu sammeln. Und so berichteten Gina, Giona und Yassin begeistert von ihren Einblicken in die Praxis und andere Kulturen. Ihre Stipendienurkunden erhielten die "RuhrTalente", die von rund 140 verschiedenen Schulen aus dem ganzen Ruhrgebiet kommen, aus den Händen von Staatssekretär Mathias Richter, Ministerium für Schule und Bildung, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung, sowie Professor Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule.

Bärbel Bergerhoff-Wodopia lobte: „Jede einzelne Stipendiatin und jeder Stipendiat kann stolz auf sich sein. Wir als RAG-Stiftung sind überzeugt davon, dass unsere Förderung bei den Jugendlichen mehr als gut angelegt ist. Wir bekommen weit mehr von ihnen zurück, als wir geben – sie gestalten die Zukunft unserer Region. Deshalb werden wir unser Engagement ab kommendem Jahr mit einem RuhrTalente-Alumni-Programm noch einmal ausweiten, um Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger aus der Region noch länger zu begleiten.“

Die Unterstützung des Stipendienprogramms durch zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen wurde besonders betont, gerne erweitern die Träger den Kreis der Unterstützer: „Vielfältige gesellschaftliche Akteure schließen sich im Schülerstipendienprogramm zusammen, um Jugendliche und damit eine ganze Region voranzubringen. Dieses Engagement ist in dieser Form einzigartig“, so Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, die das Stipendienprogramm gemeinsam mit der RAG-Stiftung entwickelt hat und operativ führt.

Das Stipendienprogramm "RuhrTalente" wurde im Rahmen der Ruhr-Konferenz als eines der "Zukunftsprojekte für beste Bildung" im Ruhrgebiet ausgewählt. Aufgrund der positiven Entwicklung des von der Westfälischen Hochschule und der RAG-Stiftung entwickelten Programms, hat sich das Land NRW nun dazu entschieden, das Schülerstipendienprogramm "RuhrTalente" zu verstetigen und sich dauerhaft an der Finanzierung zu beteiligen.

Die Rag-Stiftung über sich: " Wir tragen Verantwortung für die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben aus dem deutschen Steinkohlenbergbau der RAG Aktiengesellschaft: Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen und Grundwasserreinigung. Um deren Finanzierung langfristig zu gewährleisten, bauen wir durch eine sichere und gleichwohl rentable Kapitalanlage Vermögen auf und erwirtschaften hieraus zuverlässig die notwendigen Erträge. Darüber hinaus fördern wir Projekte aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur, die im Zusammenhang mit dem deutschen Steinkohlenbergbau stehen."