Stipendien ebnen Wege
Finanzielle und ideelle Unterstützung für leistungsstarke Studierende

 

(kic) Bildung soll in Deutschland allen zugänglich sein. Damit auch besonders talentierte junge Menschen jeglicher sozialer Herkunft ihr ganzes Potenzial im Studium entfalten können, gibt es verschiedene Stipendien, die ihnen den Weg ebnen.

So unterstützen zum Beispiel Bund und private Förderer die Spitzenkräfte von morgen seit 2011 mit dem Deutschlandstipendium. „Angesichts des demografischen Wandels bei uns und des wachsenden Wettbewerbs überall auf der Welt kommt der gezielten Spitzenförderung junger Talente eine immer größere Bedeutung zu. In allen Feldern, seien es Natur- und Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften oder Kunst, brauchen wir Persönlichkeiten, die vorausdenken und auf ihrem Gebiet Großes leisten“, heißt es seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Daher wolle das Deutschlandstipendium junge Studierende in ihrer Entscheidung für eine anspruchsvolle Ausbildung ermutigen.

Wie das Bildungsministerium 2019 bekannt gibt, ist die Zahl der Studierenden, die das Deutschlandstipendium erhalten, um fünf Prozent gestiegen: Im Jahr 2018 wurden bundesweit 27.229 Stipendiaten mit einem Deutschlandstipendium gefördert (Quelle: Statistische Bundesamt, Mai 2019). Demnach zählt das Statistische Bundesamt mehr als 7.800 private Mittelgeber, die begabte junge Menschen förderten – ein Anstieg um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das Deutschlandstipendium ist die größte öffentlich-private Bildungspartnerschaft Deutschlands. Es aktiviert zusätzliche Mittel für vielversprechende Talente unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und dem Standort ihrer Hochschule“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek.

Leistungsstarke Studierende erhalten 300 Euro monatlich – die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stiftern. Dieses Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung sei laut Ministerium das Besondere am Deutschlandstipendium. Der Leistungsbegriff, der dem Stipendium zugrunde liege, sei bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehörten ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Die Stipendiaten erhalten das einkommensunabhängige Fördergeld (zusätzlich zu BAföG-Leistungen) für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit.

Doch auch zahlreiche Stiftungen setzen sich für Bildung ein und vergeben Stipendien. Sie fördern junge Menschen finanziell und ideell. Dazu gehören zum Beispiel die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Beide Stiftungen bieten vielseitige Seminarprogramme und vernetzen zudem auch ihre aktuellen und ehemaligen Stipendiaten. Mehr Informationen gibt es unter:

https://www.kas.de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/home

https://www.fes.de/studienfoerderung

https://www.deutschlandstipendium.de/index.html

https://stiftungssuche.de/stipendien/