Tricontinental Teacher Training: Lehrerbildung an der Universität Hamburg wird internationalisiert
Aufenthalte der Studierenden an Partnerhochschulen in den USA und Ghana - DAAD fördert Programm

    Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert mit dem Projekt Tricontinental Teacher Training ab 2020 die Internationalisierung der Lehrerbildung an der Universität Hamburg. In einem trilateralen Netzwerk wird in den kommenden drei Jahren ein Austauschprogramm von Lehramtsstudierenden und Lehrenden umgesetzt. Der DAAD fördert das Projekt mit einer Fördersumme von rund 273.000 Euro.

    Unter Federführung der Universität Hamburg wird das Tricontinental Teacher Training gemeinsam mit der University of North Carolina at Chapel Hill (USA) und der University of Education Winneba (Ghana) umgesetzt. Zukünftig bietet das Programm Lehramtsstudierenden der drei Universitäten Gelegenheiten, im Ausland Erfahrungen mit fremden Sprach- und Kulturräumen sowie anderen Bildungssystemen zu sammeln.

    Internationalität, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit

    Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen: „Die Anforderungen, mit denen angehende Lehrerinnen und Lehrer in der Berufspraxis konfrontiert werden, sind heute stark geprägt vom Kontext der Globalisierung. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Aspekte von Internationalität, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der Lehrerbildung fest zu verankern. Es freut mich, dass wir den Lehramtsstudierenden unserer Universität in den nächsten drei Jahren dieses außergewöhnliche Angebot offerieren und gleichzeitig unsere Kooperation mit den beiden internationalen Partneruniversitäten ausbauen können.“

    Die Studierenden werden an ihren Heimatuniversitäten auf die Auslandsaufenthalte vorbereitet, indem sie Konzepte der interkulturell vergleichenden Erziehungswissenschaft und interkulturellen Sensibilisierung kennenlernen. Die vierwöchigen Auslandsaufenthalte der Studierenden aus Hamburg finden an den Partnerhochschulen in den USA und Ghana statt.

    Winter- und Sommerschulen für Studierende

    Während dieser Auslandsaufenthalte (Winterschulen) hospitieren die Studierenden in Schulen des Gastlandes und besuchen Seminare zur theoriegeleiteten Reflexion der Erfahrungen an den Gastuniversitäten. Dabei finden sich die Studierenden des trilateralen Netzwerks jeweils in Tandems zusammen. Die Tandempartnerinnen und -partner aus den USA und Ghana kommen im Gegenzug zu einer gemeinsamen Sommerschule an die Universität Hamburg. Vor, zwischen und nach den jeweiligen Auslandsaufenthalten nutzen die Studierenden und Lehrenden ein virtuelles Seminarformat, das die gemeinsame Arbeit trotz räumlicher Distanz konstant ermöglicht.