„Verändere Deine Welt – biete den Bienen ein Festmahl!“: Sieger gekürt
Artenvielfalt stand im Zentrum des diesjährigen Schülerwettbewerbes der Gartenbauer

 

Artenvielfalt stand im Zentrum des diesjährigen Schülerwettbewerbes der Landschaftsgärtner des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). „Verändere Deine Welt – biete den Bienen ein Festmahl!“ unter dieser Devise rief der Wettbewerb dazu auf, sich für Bienen stark zu machen. Ein wichtiges Thema, das gerade in der Jugend eine hohe Aufmerksamkeit genießt.

Aufgabe des Wettbewerbs war, einen Instagram-Blog mit Bildern und Informationen zu bienenfreundlichen Pflanzen zu erstellen. Mehr als 200 Klassen und Arbeitsgruppen haben teilgenommen, 5.000 Bilder wurden gepostet und 10.000 Nutzer beteiligten sich an der finalen Abstimmung. Der mit 3.000 Euro dotierte erste Platz ging Anfang September an die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Wilnsdorf in Nordrhein-Westfalen. Der BGL spricht von einer „enormen Resonanz in der jugendlichen Zielgruppe“ und hofft auf positive Wirkungen über den Wettbewerb hinaus. 

Nach dem Grundsatz „Verändere Deine Welt“ gelangt man weiterhin über https://www.schoenerewelt.de/ zu diversen Informationen sowie per Hashtag #GrünesLichtFürBienen an die zahlreichen kreativen Fotos (und Filme) – und die Anzahl wächst weiter.

Der BGL-Verbandspräsident Lutze von Wurmb nutzte auch den 13. BGL-Verbandskongress, um auf die große Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes in den landschaftsgärtnerischen Berufen hinzuweisen.

Eigentlich jeder kennt ihn, man sieht ihn immer öfter, aber kaum etwas anderes spaltet die Meinungen so sehr wie: der Schottergarten. Es gibt ihn frei nach Loriot in Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau, Steingrau, Bleigrau, Zementgrau... und manchmal in einem fröhlichen Marmorweiß. Dazu weiße Kugeln die des nachts leuchten, oder silberne, ein Formschnittbuchs, ein Buddhakopf als neuer Gartenzwerg, eine kleine Konifere und fertig ist der Vorgarten der Träume im 21. Jahrhundert. Oder?

Klima- und Umweltschützer klagen schon von Anfang an über diese schotterversiegelten Flächen, die nicht nur nichts für die Tierwelt bereithalten, sondern auch die Aufheizung der Städte vorantreiben, staubige Luft begünstigen und bei Starkregen kaum Wasser aufnehmen.

Die hiesigen Haus- und Kleingärten umfassen etwa 930.000 Hektar, oder 2,6% der Gesamtfläche Deutschlands. Dazu kommen noch fast 770,000 Hektar öffentlicher Grünflächen. Allein die Haus- und Kleingärten haben so viel Fläche wie ein Drittel aller deutschen Naturschutzgebiete. 

„Wir sind die, die das Grün in die Städte, in die Privatgärten und die Vorgärten bringen. Mit unserem Wissen um das Zusammenspiel von Natur und Pflanzen sorgen wir für Artenvielfalt – in den Städten und auf dem Land, im öffentlichen Raum und ebenso in Privat- und Firmengärten. Mit unserer Arbeit sorgen wir dafür, unsere Städte an den Klimawandel anzupassen“, so Wurmb.

Bereits Ende August traf sich der BGL mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund zum Thema „Lebenswert und Klimagerecht – Mit Stadtgrün in die Zukunft!“ in Lübeck. Auch hier wurde herausgestellt, dass Grünflächen nicht nur als Erholungs- und Zierflächen dienen, sondern auch einen Beitrag zum Klima- und Artenschutz leisten können.