Wegen Coronakrise: Aufbruch zu einer neuen Schule?
Erziehungswissenschaftler richten Petition an den Deutschen Bundestag

Die Erziehungswissenschaftler*innen Hans Brügelmann (Universität Siegen), Martin Heinrich (Universität Bielefeld) und Anke Langner (TU Dresden) haben unter dem Titel „Güterabwägung in der Krise“ eine Petition zur Neuausrichtung der Schulpolitik an den Deutschen Bundestag gerichtet.

„So lange es von Virologen als unverantwortlich betrachtet wird, dass Schulen wieder wie gewohnt geöffnet werden, könnte man so etwa alternativ auch über die Bildung von kontinuierlichen kleinen Lerngruppen (zivilgesellschaftlich organisierten Lernzirkeln) nachdenken, die in einem häuslichen Umfeld, möglicherweise auch digital unterstützt, zusammen lernen. Dort, wo die familiären Bedingungen dafür nicht gegeben sind, müssen diese Kleingruppen in Schulen organisiert werden“, heißt es unter anderem in der Petition.

In einer Medieninformation der TU Dresden wird dazu erklärt: „Gemeinsam mit Erziehungswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen, Pädagoginnen und Eltern aus dem gesamten Bundesgebiet wollen die Initiatoren in der Bildungspolitik eine Debatte um Fragen jenseits von Lehrplänen und Abschlusssicherung anregen: Welche Form der Vergemeinschaftung kann helfen und welche Form kann schaden? Welche Kinder und Jugendliche und unter welchen Bedingungen können oder müssen wieder in die Schule – oder brauchen sie andere soziale Erfahrungen und Bildungsmöglichkeiten? Wie können Kinder und Jugendliche sich wieder in Gemeinschaft erleben und gemeinsam entdecken? Unter welchen Bedingungen und Umständen kann von Schule jetzt Bildung unterstützt werden und was kann Lernen nach Corona sein?“

Zur Petitionswebseite: www.gueterabwaegung-in-der-krise.de