Wie sollte eine Bewerbung aussehen?
Tipps zum Anschreiben und zur Bewerbungsmappe


(kic) Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist manche Hürde zu überwinden. Die wichtigste: die Entscheidung für einen Beruf oder eine Fachrichtung. Dabei kann es hilfreich sein, auch Alternativen zum möglichen Traumberuf abzuchecken. Ist die Entscheidung aber erst einmal gefallen, gilt es ein Unternehmen zu finden, das in deinem Wunschberuf ausbildet. Und dann? Dann heißt es, sich gut darzustellen in der Bewerbung.

Personaler erwarten, dass deine Bewerbung den formellen Regeln entspricht. Diese beinhaltet einen bestimmten Aufbau. Zu den größten inhaltlichen Fehlern aber, die du machen kannst, zählt neben Rechtschreibfehlern, die Verwendung von Floskeln und langweiligen Sätzen. Im Anschreiben sind also Einstiege wie „Hiermit bewerbe ich mich für die Stelle als“ oder „Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen“ absolut out.

Sätze wie „schon lange will ich mein Hobby zum Beruf machen“ kommen ebenfalls nicht gut an. Besser ist in diesem Fall persönliche Eigenschaften, die für ein Hobby wichtig sind, mit dem künftigen Beruf zu verknüpfen. So bringt ein Marathonläufer zum Beispiel Ausdauer und Zielstrebigkeit mit, ein Musiker Lernbereitschaft, Hobbymaler Kreativität und ein Gefühl für Farben oder ein Schachspieler Entscheidungsfreude, den Umgang mit Erfolg oder Misserfolg usw.

Auch mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit lassen sich Pluspunkte sammeln. Sie zeigt, dass du dich für andere Menschen, Tiere oder eine Sache einsetzt. Stichpunkte sind hierbei zum Beispiel Offenheit oder etwa die Fähigkeit der Problemlösung.

Wichtig ist auch, dass du dir Gedanken über deine Stärken und Schwächen machst. Kommst du dabei nicht so recht weiter, könntest du deine Familie und Freunde bitten, dich zu beschreiben.

Ein sensibler Punkt im Anschreiben ist die Anrede. Hier sollte nicht „Sehr geehrte Damen und Herren“, sondern der Name des richtigen Ansprechpartners stehen. Manchmal ist dieser im Stellenangebot nicht zu finden. Er könnte aber in einem kurzen Telefonat erfragt werden oder er lässt sich durch etwas Recherche herausfinden.

Das Bewerbungsfoto sollte von einem professionellen Fotografen gemacht werden. Ein guter Fotograf nimmt sich Zeit. Bringst du verschiedene Outfits mit, gibt er Tipps, was am besten wirkt und zum gewählten Beruf passt. Außerdem schafft er eine entspannte Atmosphäre, sodass die Fotos möglichst natürlich wirken und deine Persönlichkeit vorteilhaft in Szene gesetzt wird. Wie das Shooting aussehen soll, sollte bereits im Vorfeld abgesprochen werden.

Was gehört alles in die Bewerbungsmappe?

1. Anschreiben

  • Umfang: eine Seite
  • Absender mit Telefon und E-Mail-Adresse sowie Anschrift
  • Ort und Datum
  • Betreff und persönliche Anrede
  • Begründung des Berufswunsches
  • Begründung, warum du dich für den Ausbildungsplatz besonders eignest
  • Das Anschreiben sollte Interesse wecken. Hier solltest du so persönlich und individuell wie möglich sein und allgemeine Mustervorlagen vermeiden.
  • Unterschrift und Hinweis auf die Anlagen

2. Tabellarischer Lebenslauf

  • Professionelles Bewerbungsfoto (optional, auch auf Deckblatt möglich)
  • Name, Geburtsdatum und -ort
  • Anschrift und Telefonnummer
  • Schulischer Werdegang
  • Angestrebter Schulabschluss mit voraussichtlichem Datum
  • Sprach- und Computerkenntnisse
  • Praktika
  • Sonstiges (Hobbys, Auslandsaufenthalte, ehrenamtliches Engagement)
  • Aktuelles Datum und handschriftliche Unterschrift mit blauer Tinte (Kugelschreiber, besser noch mit Füllfederhalter)

3. Kopie des letzten Zeugnisses

4. Anlagen (falls vorhanden)

  • Praktikumsnachweise
  • Zertifikate
  • Berufswahlpass
  • vocatium-Messebescheinigung