(hrs) Berufswahl Staatsfrau? Wenn Angela Merkel, wie angekündigt, im Herbst 2021 ihr Amt als Bundeskanzlerin aufgibt, stand sie 16 Jahre lang an der Spitze des deutschen Staates, wirkte dann über 32 Jahre an der Gestaltung der europäischen Politik mit. Bei ihrer ersten Wahl zur Bundeskanzlerin munkelten nicht wenige damalige Zeitgenossen: In diesem Job wird sie sich nicht lange halten. Längst steht fest: Die zur Politik Berufene wird die Amtszeiten von Adenauer und Kohl erreichen bzw. übertreffen. 


Ein Vorbild für Deutschland und Europa

(hrs) "Nirgends haben Menschen Bedeutendes zu Stande gebracht, wo sie nicht durch die bürgerliche Freiheit, die öffentlichen Institutionen und Gesetze unterstützt gewesen sind." Ein Satz aus einem umfangreichen Schriftwerk von Friedrich List, gestern wie heute gültig. An mangelnder Unterstützung war List, vor 200 Jahre für wichtige wirtschaftspolitische Anliegen aktiv, letztlich gescheitert.  


Suchtmittelkonsum junger Menschen: Weniger rauchen, mehr kiffen Cannabis

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Anfang Juli 2020 die Ergebnisse der Repräsentativbefragung „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2019“ in Berlin vorgestellt. 


Glücksspielsucht gefährdet die Karriere

"Ein Mensch, der zu viel spielt, kann die Fähigkeit verlieren, sich zu entscheiden, ob er dem Glücksspiel nachgehen möchte oder nicht. Spielende verlieren die Kontrolle über ihr Verhalten", informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Webseite. 


Deutsch-Französisches Zukunftswerk startet

(hrs) Jetzt nimmt die deutsch-französische Zusammenarbeit neue Formen an: Wie beim Treffen des französischen Staatspräsidenten Macron und der deutschen Bundeskanzlerin Merkel am 22. Januar 2019 im "Aachener Vertrag" beschlossen, will ein neues "Deutsch-Französisches Zukunftswerk" einen verstärkten Austausch zwischen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft herbeiführen. Die neue Einrichtung hat ihren deutschen Sitz in Potsdam.  


Aufwärtstrend beim dualen Studium hält an

Der Aufwärtstrend beim dualen Studium hat sich auch 2019 fortgesetzt – wenngleich die Zuwachsraten gemäßigter ausfielen als in den Jahren zuvor. In der Datenbank „AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für Berufsbildung waren zum Stichtag 30. November 2019 insgesamt 1.662 duale Studiengänge von deutschen Hochschulen registriert, in denen mehr als 108.000 dual Studierende erfasst sind, informiert das BIBB in einer Pressemitteilung. 


Aufstand der Wissenschaft für die Präsenzlehre

(hrs) „Alle die, die später Arbeit finden sollen, brauchen Übung im Zuhören, Reden, Diskutieren. Man übt Toleranz, Einfühlung und Offenheit am besten mit echten Menschen“, mahnt die Freiburger Kunsthistorikerin Angeli Jahnsen in einem Beitrag für die „Badische Zeitung“ (Ausgabe vom 28. Juni 2020). Sie geht in ihrem Plädoyer für die Präsenzlehre, die gegenwärtig vielfach notgedrungen ins Abseits geraten ist, noch weit über die konkrete Nützlichkeitserwägung hinaus: Freie Denker und demokratische Gemeinschaften seien, argumentiert Jahnsen, nicht zuletzt das Ergebnis der von klugen Menschen einst entwickelten Präsenzlehre. 


Vor 200 Jahren: Vier Skandinavier bauten die preußische Marineausbildung auf

(hrs) Die Ursprünge einer preußischen bewaffneten Marine gehen rund 350 Jahre in die Historie zurück. Eine kleine Zahl zunächst angemieteter Boote, die auf der Ostsee zur Abwehr von Schiffskaperungen eingesetzt wurden, erwarb 1684 der Große Kurfürst, der von einer größeren maritimen Flotte träumte. Seine Nachfahren hielten von solchen Ideen wenig und bevorzugten den Schutz der Küsten durch ausländische Kriegsschiffe. 


In Corona-Zeiten sich selbstständig machen?

(hrs) Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Gründung neuer Unternehmen? Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist skeptisch. Voraussichtlich sinken die Preise und Mieten für Büros deutlich, wie eine neue Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.  


"... alles will Neu sein, aber auch weiter nichts"

(hrs) "Die Zeit wälzt uns beständig etwas Neues heran, das dem Alten gleicht", schrieb der Herausgeber des Unterhaltungsmagazins "Der Menschenfreund" vor 250 Jahren in die Nummer 1 seines neuen Blättchens. Aktuell ist es die digitale Revolution, die in alle Lebensbereiche eindringt, wie seinerzeit die industrielle. Am Leben generell, das dürfte sich aber erst rückblickend herausstellen, ändert sie relativ wenig.