Den Alltag positiv gestalten
Coronavirus: Tipps für die seelische Gesundheit

 Die massiven Einschränkungen im Alltagsleben infolge der Coronavirus-Krise verstärken die psychische Belastung der Menschen. Um mit der Krisen-Situation hilfreich umzugehen, ist es aber entscheidend, das seelische Gleichgewicht nicht zu verlieren, informiert die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) in einer Pressemitteilung. Sie hat einige Empfehlungen zusammengestellt:

Informiert bleiben – aber richtig: Wie die DGPPN schreibt, geistern zur Zeit viele Falschmeldungen zum Coronavirus durch das Internet und auch andere Medien, die unnötig verunsichern und verängstigen. Es sollten deswegen nur vertrauenswürdige Informationsquellen wie etwa Hinweise des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert Koch-Instituts genutzt werden. Pushnachrichten auf dem Handy oder ständig laufende Nachrichtensendungen könnten Stress verursachen und Sorgen verstärken.
 
Den Alltag positiv gestalten: Wenn der gewohnte Tagesablauf und soziale Kontakte wegbrechen, stellt das nach Angaben der DGPPN eine Herausforderung für die Psyche dar. Bestimmte tägliche Routineabläufe mit festen Zeiten für Schlaf und Mahlzeiten helfen dabei, innere Stabilität zu bewahren. Für Menschen, die von zu Hause arbeiten, ist es sinnvoll, ähnliche Zeiten einzuhalten wie am Arbeitsplatz.
 
Sich austauschen und einander helfen: Auch wenn Begegnungen mit wichtigen und geliebten Menschen von Angesicht zu Angesicht zurzeit sehr eingeschränkt sind, gibt es doch heutzutage viele Möglichkeiten, trotzdem miteinander in Kontakt zu bleiben. Sich mit Freunden und Familienangehörigen über Sorgen, Gefühle und den praktischen Umgang mit der Krise auszutauschen, kann enorm entlasten und Stress reduzieren.
 
Negative Gefühle anerkennen, positive Gefühle stärken: Positiv denken, empfiehlt die DGPPN. Jeder wird in der derzeitigen Situation Gefühle von Überforderung, Stress und Sorgen kennen, das sind ganz normale Reaktionen. Man könne sich aber aktiv vornehmen, sich nicht zu sehr in negative Gefühle hineinzusteigern. Stattdessen sollte man sich besonders auf Gedanken, Erlebnisse und Aktivitäten konzentrieren, die positive Gefühle auslösen.
 
Wer sich psychisch sehr belastet fühlt, sollte professionelle Hilfe suchen. Hausärzte, Ambulanzen der Kliniken und psychosoziale Beratungsstellen sind hier geeignete erste Anlaufstellen.